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Bitte beachten Sie, dass die folgenden Inhalte direkt von "help.gv.at" zur Verfügung gestellt werden und die Gemeinde keine Gewähr für die Richtigkeit der informationen übernehmen kann!

Empfohlene Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren

Allgemeines

Impfen ist eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen, insbesondere bei Kindern. Nur wer geimpft ist, ist auch geschützt. Impfungen sollten so früh wie möglich erfolgen. Fehlende Impfungen sollten so bald als möglich − entsprechend den Empfehlungen für das jeweilige Lebensalter − nachgeholt werden. 

Nur wenn möglichst alle geimpft sind, entsteht eine Herdenimmunität. Das bedeutet, dass indirekt auch Personen geschützt sind, die nicht geimpft werden können, wie zum Beispiel Neugeborene oder Menschen mit bestimmten Beeinträchtigungen des körperlichen Abwehrsystems (Immunsystems).

Das nationale kostenfreie Impfprogramm soll allen in Österreich lebenden Kindern bis zum 15. Lebensjahr Zugang zu den für die öffentliche Gesundheit wichtigen Impfungen ermöglichen, ohne dass dafür den Erziehungsberechtigten Kosten erwachsen.

Das kostenfreie Impfprogramm wird von den Bundesländern umgesetzt. Es wird von Bundesland zu Bundesland geringfügig unterschiedlich organisiert. Erkundigen Sie sich vor der Impfung, wo und wie Sie am kostenfreien Impfprogramm teilnehmen können. Nachträglicher Kostenersatz bezahlter/erfolgter Impfungen ist nicht möglich.

Für das kostenfreie Impfprogramm und seine Umsetzung steht den Kostenträgern (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz/Bundesländer/Sozialversicherungsträger) jeweils nur ein definiertes Budget zur Verfügung. Obwohl dieses Budget kontinuierlich gesteigert werden konnte und die Beschaffungsprozesse optimiert wurden, reichen die Mittel nicht aus, um alle verfügbaren und wichtigen Impfungen durch die öffentliche Hand bereitzustellen. Informationen zu weiteren empfohlenen, jedoch nicht kostenfrei zur Verfügung stehenden Impfungen finden Sie im aktuellen Impfplan bzw. sollten Sie mit Ihrer impfenden Ärztin/Ihrem impfenden Arzt besprechen.

Folgende Impfungen, die im Rahmen des kostenfreien Impfprogramms angeboten werden, empfiehlt das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz in den ersten beiden Lebensjahren eines Kindes:

HINWEIS

Sollten Sie Fragen zu den einzelnen Impfungen oder den Impfempfehlungen haben, sprechen Sie mit Ihrer Impfärztin/Ihrem Impfarzt. Bringen Sie bitte auf jeden Fall alle vorhandenen Impfaufzeichnungen (Impfpass, Impfkarte) zum vorgesehenen Impftermin mit!

Impfung gegen Rotavirus-Erkrankungen (Brechdurchfall)

Wer/Wann?

Diese Schluckimpfung wird ab der vollendeten 6. Lebenswoche in zwei bzw. drei Teilimpfungen (abhängig vom verwendeten Impfstoff) verabreicht. Der Mindestabstand zwischen den Dosen ist 4 Wochen. Die Impfserie ist bei zwei Dosen spätestens im Alter von 24 Wochen abzuschließen, bei drei Dosen spätestens mit 32 Wochen.

ACHTUNG
Weitere Impfungen oder Auffrischungen werden bei dieser Impfung nach der 24. bzw. 32. Lebenswoche nicht empfohlen. Der Impfstoff ist nur für diese Altersgruppe vorgesehen.

6-fach Impfung gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus-influenzae B, Hepatitis B 

Wer/Wann?

Im dritten, fünften und 12. Lebensmonat wird die Impfung mit einem Sechsfachimpfstoff gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus), Keuchhusten, Kinderlähmung (Poliomyelitis) und invasiven Haemophilus Typ B sowie Hepatitis B empfohlen.

HINWEIS

In der Schule im 7. (bis 9.) Lebensjahr erfolgt eine Auffrischungsimpfung mit einem Vierfachimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Poliomyelitis. Nach der Auffrischung in der Schule wird eine Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Polio alle 10 Jahre empfohlen, ab dem vollendeten 60. Lebensjahr alle 5 Jahre.

Nach der Grundimmunisierung im Säuglings- bzw. Kleinkindalter ist zusätzlich eine Auffrischungsimpfung gegen Hepatitis B ab dem vollendeten 6. bis zum vollendeten 15. Lebensjahr empfohlen.

Impfung gegen Pneumokokken

Wer/Wann?

Diese Impfung ist für alle Kinder empfohlen. Es sollten Impfungen im dritten, fünften und 12. Lebensmonat verabreicht werden.

Weitere Auffrischungen gegen Pneumokokken sind für gesunde Kinder nicht vorgesehen.

Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) sind Bakterien, kommen weltweit vor und es gibt verschiedene Serotypen. Diese verursachen neben Lungenentzündung auch Blutvergiftung und Hirnhautentzündung.

HINWEIS

Blutvergiftung und Hirnhautentzündung können tödlich verlaufen oder bleibende Folgeschäden verursachen.

Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln

Wer/Wann?

Empfohlen werden zwei Impfungen ab dem vollendeten 9. Lebensmonat. Bei Erstimpfung im 1. Lebensjahr soll die 2. Impfung nach 3 Monaten verabreicht werden. Bei Erstimpfung nach dem 1. Lebensjahr erfolgt die 2. Impfung frühestmöglich, mit einem Mindestabstand von 4 Wochen.

Die Impfung kann und soll jederzeit, auch im Erwachsenenalter, nachgeholt werden und ist derzeit an öffentlichen Impfstellen für Personen in jedem Alter kostenfrei erhältlich.

Nach zwei Impfungen mit einem Lebendimpfstoff gegen Masern-Mumps-Röteln kann man von einem  lebenslangen Schutz (Immunität) ausgehen und es sind keine weiteren Impfungen mehr empfohlen.

Masern sind hoch ansteckend und können sowohl für Säuglinge, Kinder als auch für Jugendliche und Erwachsene schwerwiegende Folgen haben! Es treten grippeähnliche Symptome mit hohem Fieber und der typische Masernausschlag auf, das Immunsystem wird sogar für mehrere Jahre hindurch geschwächt. Komplikationen wie zum Beispiel Mittelohrentzündung oder Lungenentzündung sind häufig. Durch Komplikationen wie Gehirnentzündung kann Masern zu bleibenden Schäden oder zum Tod führen.

ACHTUNG

Die schlimmsten Komplikationen im Rahmen von Masern drohen jenen Kindern, die bereits im ersten Lebensjahr angesteckt werden. Darum ist es wichtig, dass in der engeren Umgebung dieser Kinder alle Personen gegen Masern geschützt sind.

Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, ist auch ein Impfen bei bestehender Immunität oder nach vorhergehenden Impfungen kein Problem, denn in diesem Fall werden die Impfviren an ihrer Vermehrung gehindert, eine Überimpfung ist nicht möglich.

Wer nicht ausreichend gegen Masern geimpft ist, kann bei Kontakt mit einer an Masern erkrankten Person von der Gesundheitsbehörde bis zu 21 Tage vom Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergarten, Schule, Hort etc.) ausgeschlossen werden!

Stand: 01.01.2019
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
Transparente Grafik zwecks Webanalyse

Quelle: HELP.gv.at

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